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30 KM

Überwachung in sog. Grenznähe

Im neuen sächsichen Polizeigesetz ist vorgesehen, in der Nähe der Grenzen zu Polen und Tschechien automatisierte Gesichtserkennung zu erlauben. Diese "Nähe" wird dabei als 30 Kilometer Abstand gewertet.

Wir haben da mal nachgerechnet und rausbekommen: davon wäre etwas über der Hälfte der Landesfläche betroffen. Auf Twitter haben wir bereits davon berichtet, hier folgen ein paar technische Details.

30 Kilometer zur deutschen Grenze

Unsere Datenbasis war Openstreetmaps. Es ergeben sich so folgende Zahlen:

Name Fläche in m²
Gesamtfläche Sachsen 18 397 691 537,754
Gebiet mit 30 km Abstand zu Grenze 9 345 390 340,966

Laut sachsen.de hat Sachsen eine Fläche von 18.450 km². Unsere Berechnung weicht also um 0.3% ab, ist für unsere Zwecke daher hinreichend genau.1

Unserer Rechnung nach liegen also 50.8% (zzgl. der Abweichung) der Fläche Sachsens in dieser Grenzzone. Wer die Rechnungen selber nachverfolgen will, kann sich hier die Daten als Geopackage herunterladen. Diese lassen sich mit bspw. QGIS betrachten.

Bei der Wiederverwendung sind Openstreetmaps und die Hochschulpiraten Dresden als Urheber zu nennen.

Mehr Infos zum neues Polizeigesetz hat Sachsens Demokratie gut aufbereitet.


  1. Das hängt mit der Krümmung der Erde und komplexem Mathekrams zusammen.